Aus der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung

„Kann ich statt ASS auch Weidenrinden-Extrakt einnehmen?”

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In der Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung sind in letzter Zeit wieder interessante Fragen aufgetaucht. Gefragt wurde z. B., ob man zur Vorbeugung von Schlaganfällen und Herzinfarkten statt ASS auch pflanzliche Präparate mit Weidenrinden-Extrakt einnehmen kann.

Die Experten-Antwort:

„Die Einnahme von Weidenrinden-Extrakt statt ASS zur Vorbeugung von Schlaganfällen und Herzinfarkten ist nicht zu empfehlen. Denn für Weidenrinden-Extrakt gibt es keine Studien, die eine Wirkung mit ähnlicher Sicherheit belegen, wie dies für ASS oder auch Clopidogrel der Fall ist. In diesem Zusammenhang möchte ich auch an die vielen wissenschaftlichen Untersuchungen der letzten Jahre erinnern, die gezeigt haben, wie fatal sich Krankheiten entwickeln können, wenn blutverdünnende Mittel wie ASS oder Clopidogrel zu früh abgesetzt oder gar nicht eingenommen werden.”

Dr. med. Frank Sonntag

Autor: Dr. med. Frank Sonntag ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Zu den Schwerpunkten des Kardiologen und Sportmediziners zählt u. a. der Einfluss von Bewegung auf Herzerkrankungen.

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Bislang 7 Kommentare zu diesem Herzstiftungs-Beitrag

H. L. aus Solingen (14.06.2020): Ich suche nach einer Alternative zu ASS und weiß jetzt, dass Weidenrinde nicht geeignet ist. Vielen Dank.

Chantal V. aus Köln (21.04.2020): Mein Mann nimmt lieber Weidenrinde als ASS gegen Verschluss seiner Fémoral Arterie im rechten Oberschenkel. Ich weiß nicht wie ich ihn zu Vernunft bringen kann.

Ellen B. aus Berlin (16.12.2019): Ich nehme ASS 100 seit nunmehr 20 Jahren. Was kann ich alternativ nehmen? Ich gehe 4xdie Woche zum Sport und laufe viel.

Gisa H. aus Bremen (17.05.2019): Wie sieht es aus mit Nattokinase? Das hilft auch gegen ein Verlumpen der Blutplättchen.

Antwort der Deutschen Herzstiftung: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Für Fragen zu diesem Thema können Sie am einfachsten die » Sprechstunde der Herzstiftung nutzen, da unsere Herzexperten an dieser Stelle keine Nachfragen beantworten können. Alles Gute und herzliche Grüße! Ihre Deutsche Herzstiftung

B. W. aus Köln (16.03.2018): Es wird immer darauf hingewiesen, dass bei Naturheilmitteln meist keine wissenschaftlichen Studien vorliegen. Tatsache ist meiner Erfahrung nach aber, dass oftmals Naturheilmittel helfen, sie aber keine Lobby haben, um die wissenschaftlichen Untersuchungen zu finanzieren. Jedoch Erfahrungswerte bestehen.

L. K. aus Kaarst (22.02.2015): Nach einem Herzinfarkt nehme ich ASS 100 nun 5 Jahre täglich ein. Inzwischen - wegen zu starker Blutverdünnung und dadurch Blutungen - habe ich die Einnahme, mit Einverständnis meines Kardiologen, statt 1x täglich auf jeden zweiten Tag reduziert. Ich fühle mich wieder gut. Schade, dass man dieses Medikament so einseitig verschreibt. Ich denke, man müsste auf die Konstitution des Patienten eingehen. Es kann nicht sein, dass mein Nachbarn, der 110 Kg wiegt und ich nur die Hälfte (55 kg), die gleiche Dosis verschrieben bekommt, bzw. einnimmt. (Entweder er zu wenig, oder ich zu viel!) Wo bleibt die Studie?

Gisela Gruber aus Troisdorf (07.03.2012): Sehr hilfreich sogar, denn man denkt ja oft, was aus der Natur kommt ist besser und gesünder.

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